Aktuelles

Das Bundeskoordinierungstreffen der Juso-Hochschulgruppen hat am 20. November ohne Gegenstimme beschlossen, die niedersächsischen Hochschulgruppen bei ihrer Kritik an der Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetztes (NHG) zu unterstützen.
In den Plänen der Landesregierung werden unter anderem Punkte in Betracht gezogen, die die Entmachtung der demokratischen Gruppenuniversität weiter vorantreiben. So ist vorgesehen, dass bei der Berufung von „exzellenten“ ProfessorInnen die Berufungskommissionen umgangen werden können und die UniversitätspräsidentInnen eigenmächtig diese berufen dürfen. Auch die ohnehin schon entmachteten Senate sollen weiter in ihren Kompetenzen beschnitten werden. Bislang konnten sie den Universitätspräsidenten abwählen. Dies sollen sie jetzt nur noch dürfen, wenn vorher der Stiftungs- oder Hochschulrat es vorschlägt.
Die Juso-Hochschulgruppen setzen sich für den Ausbau der Kompetenzen der demokratischen Gruppenuniversität ein und verurteilen deren Abbau auf schärfste.

Bereits im Sommer gingen Tausende Studierende und SchülerInnen bundesweit unter dem Label „Bildungsstreik“ auf die Straßen um für ein besseres Bildungssystem zu kämpfen. Im November geht der Bildungsstreik nun in die zweite Runde, unter anderem mit Großdemonstrationen am 17. November und Vollversammlungen und Besetzungen von Universitätsgebäuden wie beispielsweise in Göttingen und Osnabrück. Die Juso-Hochschulgruppen in Niedersachsen unterstützen den Bildungsstreik und fordern alle Studierende auf sich an den verschiedenen Aktionen zu beteiligen.